Als gelernte Restaurantfachfrau ist es auf den ersten Blick nicht unbedingt nachzuvollziehen, und vielleicht auch etwas erstaunlich, dass ich den Weg als freie Rednerin eingeschlagen habe. Aber auf den zweiten Blick betrachtet ähneln sich diese zwei Tätigkeiten mehr als man denkt.

Als Hüttenwirtin einer Schwarzwälder Wanderhütte war es immer mein Anliegen den Gästen eine schöne Zeit zu bescheren. Die Rolle als Gastgeber beinhaltete nicht nur die Gäste mit Getränken und Speisen zu versorgen, sondern eben auch eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Und das gelingt mit Herzlichkeit, Engagement, Verständnis, Respekt und der passenden Menge Humor. Und mit genau diesen Eigenschaften versuche ich den „richtigen“ Ton individuell zu jedem Brautpaar zu treffen.

Bei meinen freien Trauungen geht es nicht nur darum den Paaren das JA füreinander zu entlocken. Mit den passenden Worten sollen sie sich in meiner Rede wiederfinden und den Blick in Ihre Vergangenheit, Zukunft und ihre Partnerschaft genießen.

Die Weide gilt als Baum der Dichter. Sie steht für Kreativität und hat mit ihren herabhängenden Ästen auch etwas Zauberhaftes und Geheimnisvolles. Und sicherlich wurde schon so manches Liebesgedicht unter einer Weide verfasst. So ein Weidenbaum hat in den Jahren sicherlich schon vielen Liebespaaren schützenden Unterschlupf gewährt und könnte bestimmt viele Geschichten darüber erzählen.